PARTIZIPATION am Festspielhaus Baden-Baden
Oper macht stark – Musiktheater von und mit Jugendlichen
Seit Herbst 2025 arbeiten 22 Schülerinnen und Schüler der Realschule Baden-Baden im Rahmen des Projekts Oper macht stark an einem außergewöhnlichen Ziel: Gemeinsam entwickeln sie ihr eigenes Musiktheaterstück, das am 5. Mai 2027 auf der großen Festspielhaus-Bühne uraufgeführt wird.
Das von der Felicitas und Werner Egerland Stiftung geförderte Projekt verbindet kulturelle Bildung, kreative Teilhabe und professionelle Kunstpraxis. Gemeinsam mit dem Autoren Phriedrich Chiller, dem Musikpädagogen Hauke Berheide, dem auf digitale Kompositionstechniken spezialisierten Berliner Klangkollektiv Kling Klang Klong sowie weiteren Künstlerinnen und Künstlern erfinden die Jugendlichen Figuren und Geschichten, schreiben Texte und komponieren Musik. Dabei erleben sie, wie ihre Ideen zu einem gemeinsamen Kunstwerk heranwachsen.
Seit Projektbeginn haben die Schülerinnen und Schüler bereits wichtige Meilensteine erreicht: Aus ersten Ideen formten sie eigene Szenen und Texte, die Grundlage des Librettos. In Kompositionsworkshops entwickelten sie musikalische Motive und Klangwelten für ihr Musiktheaterstück. Im Frühjahr 2026 lernten sie zudem zwei der vier Sängerinnen und Sänger kennen, die ihre Figuren später auf der Bühne verkörpern werden. Beim „Werkstatteinblick“ im Mai arbeiteten die Jugendlichen erstmals gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern des SWR Symphonieorchesters und konnten erleben, wie ihre Kompositionen auf professionellen Instrumenten zum Leben erwachen.
In den kommenden Monaten bringen die Schülerinnen und Schüler ihre Vorarbeiten weiter in Form – für den Sprung auf die Bühne! Mit der Regisseurin und Theaterpädagogin Nelly Noack probieren sie aus, was szenisch und musikalisch funktioniert, was verändert werden sollte, welche Lücken noch zu schließen sind. Die spannendste Phase des Projekts beginnt – bis zur Uraufführung am 5. Mai 2027, dem Höhepunkt eines zweijährigen kreativen Prozesses. Neben dem Applaus ihres Publikums und der Freude am gemeinsamen Spiel werden die jungen Menschen dann um die Erfahrung reicher sein, wieviel Selbstvertrauen sie in künstlerischer Arbeit gewinnen können welche ungeahnten Perspektiven sich darin für sie auftun.
Fotos: (c) TomBaMedia






