Stifter geben der Gesellschaft eine Zukunft

Egerland-Stiftung für die Jugendarbeit

Neue Osnabrücker Zeitung, 8. November 2003


Gratulation und Dank für eine Stifterin gab es gestern von Ministerpräsident Christian Wulff und OB Hans-Jürgen Fip an die Adresse von Felicitas Egerland, die eine neue Jugendstiftung mit dem Namen Werner-Egerland-Stiftung begründet hat.

Gratulation und Dank für eine Stifterin gab es gestern von Ministerpräsident Christian Wulff und OB Hans-Jürgen Fip an die Adresse von Felicitas Egerland, die eine neue Jugendstiftung mit dem Namen Werner-Egerland-Stiftung begründet hat.

Ohnehin ist die Zahl der Stiftungen in der Region Osnabrück groß, weshalb der Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip von Osnabrück neben der Friedensstadt auch als “Stadt der Stiftungen” spricht. Seit gestern Abend ist ihre Zahl um eine weitere vermehrt: Zum Auftakt des heutigen Tags der Stiftungen wurde die mit 1,5 Millionen Euro dotierte Werner-Egerland-Stiftung aus der Taufe gehoben.

Sowohl OB Fip wie auch Fritz Brickwedde als Generalsekretär der Umweltstiftung stellten bei diesem Festakt die besondere Bedeutung heraus, die das in einer Stiftung verkörperte bürgerschaftliche Engagement in Zukunft gewinnen wird. “Was wären wir ohne diese Initiativen?”, fragt Fip. Und Brickweddes Antwort: Stiften sei eine Bürgertugend, “die der Gesellschaft eine Zukunft gibt”.

Die Stifterin Felicitas Egerland macht damit eine Maxime des Grundgesetzes zur Richtschnur eigenen Handelns: Dass nämlich Eigentum zu sozialem Handeln verpflichtet. “Wer Kindern und Jugendlichen eine Perspektive und Unterstützung bieten kann, bekommt selbst unendlich viel an Wert zurück”, sagte sie dazu.
Dabei liegt der Anstoß zu dieser Werner-Egerland-Stiftung in der Familiengeschichte begründet. Ein Vorbild hatte das Ehepaar Werner und Felicitas Egerland in Frau Felicitas Haar, der Patentante der Stifterin. Diese setzte vor fast 50 Jahren zusammen mit Ihrem Ehemann die Stadt Weimar als Erbe des beträchtlichen Vermögens ein – woraus nach manchen Wirren zunächst eine private Stiftung, dann Volkseigentum unter dem Namen “Kinderheim Rosa Thälmann” und schließlich nach der Wende wieder eine Stiftung als Träger eines modernen Tagungs- und Seminarhauses geworden ist.

Künftig soll die mit 1,5 Millionen Euro dotierte Werner-Egerland-Stiftung die Erträge dieses Kapitals für Projekte der Jugendarbeit in Europa einsetzen. Als erste Fördervorhaben hat die Stiftung zunächst in Osnabrück die Ausstattung einer Instrumentalklasse an der Angelaschule mit Blasinstrumenten vorgesehen. Außerdem wurde beschlossen, den in Osnabrück stattfindenden Bundeskongress “Kinderrechte in Deutschland und Europa” zu fördern.

Ministerpräsident Christian Wulff, der Felicitas Egerland gestern Abend die Stiftungsurkunde des Landes Niedersachsen überreichte, verband das mit einer hoffnungsvollen Perspektive: “Ehrenamtlich Tätige”, so hätten Forscher herausgefunden, “leben länger”. (fhv)

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