Leseecken für Rückzug in eine Fantasiewelt

Egerland-Stiftung unterstützt Heilpädagogische Hilfe

Neue Osnabrücker Zeitung, 4. Mai 2005


Das ist ein guter Anfang: Die Werner-Egerland-Stiftung spendet einen Betrag den Sprachheilkindergärten der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) für das Projekt “Bilder, Bücher, Fantasien”. Mit dem Vorhaben wollen die Pädagogen die Lesefreude ihrer Kinder wecken.

“Es ist wichtig, das Interesse an Büchern zu wecken, bevor die Kinder in die Schule kommen”, sagt Annette Kobbe-Liekamp, Leiterin des Sprachheilkindergartens an der Lotter Straße. Ausgeklügelt hat sie das Konzept mit ihrem Kollegen Ulrich Jacobj, Leiter der Einrichtungen in GMHütte und Melle. “Die Idee ist aus unserer praktischen Arbeit entstanden”, erklärt Jacobj.
Die Bücher sollen helfen, das Text- und Sprachverständnis der Kinder schon im Vorschulalter zu stärken. Denn Untersuchungen haben gezeigt, dass 98 Prozent der sprachauffälligen Kinder eine Lese- und Rechtschreibschwäche entwickeln – es sei denn, sie werden frühzeitig gefördert.

Aber Bücher sind nicht das Einzige, was zur Umsetzung des Projektes nötig ist: Für alle drei Kindergärten werden Sandtafeln und Computer gekauft. “Der PC soll nicht als Gegensatz zum Buch gesehen werden”, erklärt Elisabeth Müller-Suttmeyer, Bereichsleiterin Kindereinrichtungen bei der HHO. Damit die Erzieher den Kindern in kleinen Gruppen ungestört vorlesen können, werden außerdem Leseecken eingerichtet. Die Möglichkeit zum “Rückzug in Fantasiewelten” nennt Kobbe-Liekamp das.

“Wir sind dankbar für solche Anliegen”, sagt Dr. Johannes Dälken, Vorstandsvorsitzender der Egerland-Stiftung. Der Förderverein sei stetig auf der Suche nach “speziellen Projekten”, die er unterstützen könne. Die 2003 von der Unternehmerwitwe Felicitas Egerland gegründete Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, europaweit kulturelle und wissenschaftliche Projekte junger Menschen zu fördern.

Das Projekt “Bilder, Bücher, Fantasien” ist damit nicht abgeschlossen. Die Initiatoren in den Kindergärten können sich vorstellen, noch weitere Leseecken oder eigene Räume für Bücher einzurichten, wenn sich noch andere Stifter finden lassen. (rei)

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