Eine Spende für viele neue Kinderbücher

Neujahrsempfang der Heilpädagogischen Hilfe – Spende der Werner-Egerland-Stiftung

Neue Osnabrücker Zeitung, 13. Januar 2007


Kinder, die Bücher lesen, haben bessere Chancen in der Schule. Das weiß und fördert die Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO) in ihrem Sprachheilkindergarten. Dafür hat sie nun auf ihrem Neujahrsempfang eine Geldspritze von der Werner-Egerland-Stiftung bekommen.

9e0e4e3db3-1Es sei ein schweres Jahr 2006 gewesen, mit starken finanziellen Einschnitten, bemerkte Klaus Wamhof in seiner ersten Neujahrsansprache als Vorsitzender der Heilpädagogischen Hilfe. Ohne die außerordentliche Einsatzbereitschaft der amtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre vieles nicht möglich gewesen.
Das neue Jahr fing jedoch gut an: mit einem symbolischen Scheck, den Stifterin Felicitas Egerland überreichte. Das Geld soll in das Projekt “Bilder, Bücher, Fantasien” gehen, ein Leseförderprojekt des Sprachheilkindergartens. Seit mehr als 40 Jahren werden dort Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen gefördert. Dank eines ganzheitlichen Förderkonzepts, gegründet auf Heilpädagogik, Sprachteraphie und Elementarerziehung, entlässt der Kindergarten mehr als 80 Prozent seiner Schützlinge in einen Regelkindergarten oder die Regelgrundschule.
Die Leseförderung, die die Egerland-Stiftung bereits vor zwei Jahren mit 10.000 Euro unterstützt hat, soll die Kinder früh an Bücher heranführen: mit einer Lese-Ecke und regelmäßig erneuertem Bücherbestand. “Ich war unglaublich beeindruckt von dem, was Sie da tun”, begründete Felicitas Egerland die erneute Spende. “Jeder, dessen Unternehmen noch Geld erwirtschaftet, ist verpflichtet, denen zu helfen, die weniger Glück hatten”, sagte sie unter Applaus der HHO-Mitarbeiter.

Klaus Wamhof übte in seiner Ansprache deutliche Kritik an den aktuellen Sozialreformen: “Man wird fragen müssen, an wem oder was der Sozialstaat orientiert sein soll: an den Hilfsbedürftigen, den Kranken, Diskriminierten und Behinderten – oder an der aktuellen Kassenlage?” Das Sozialstaatangebot sei ein konstitutioneller Bestandteil des Grundgesetzes, was Politiker oft zu vergessen schienen. “Es ist keine Rede davon, das alles glatt und problemlos läuft”, meinte er auch über die Situation der HHO. “Doch wir haben ein Fundament geschaffen, auf dem sich aufbauen lässt.”

Für 2007 plant die HHO unter anderem einen Teilneubau der Wohneinrichtung für Menschen mit Autismus am Holter Berg.

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